Lesen Sie hier den Bericht aus den Schaffhauser Nachrichten, vom 11.11.2011 von Claudia Härdi:
Neuhausen am Rheinfall setzt auf eine nachhaltige Entwicklungsplanung, auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Die Gemeinde setzt auf Wasserkraft und bezieht ihren Strom aus dem Rheinkraftwerk und aus weiteren Schweizer Wasserkraftwerken und trägt nun die Mehrkosten, die der Bezug von Ökostrom mittlerweile mit sich bringt, selber. Gestern wurde die Gemeinde mit dem Naturstromzertifikat des Elektrizitätswerkes des Kantons Schaffhausen (EKS) ausgezeichnet. Das Zertifikat: Ein Zeichen dafür, dass sich die Gemeinde für erneuerbare Energien einsetzt. Überreicht haben die Urkunde Albert Strasser, Leiter der Energiewirtschaft des EKS, und Richard Müller, Leiter Vertrieb Energie des EKS.
Entgegennehmen durfte die Auszeichnung Gemeindepräsident Stephan Rawyler und seine Mitarbeiter Paul Kurer, Bausekretär, Patrick Güntert, Leiter Hochbau, und Erich Goetz, Technischer Sachbearbeiter, der unter anderem für die öffentliche Beleuchtung der Gemeinde zuständig ist, einen Bereich der Gemeinde, der den Energieverbrauch entscheidend beeinflusst. am Rheinfall ist seit dem Februar 2009 mit dem begehrten Label Energiestadt ausgezeichnet. Alle vier Jahre werden die Energiestädte auf Herz und Nieren geprüft. Damit wird eine Standesaufnahme gemacht, um festzustellen, wo sich die Gemeinde oder die Stadt auf ihrem Weg zu einem langfristig nachhaltigen Energieeinsatz befindet. Neuhausen wird sich diesem Re-Audit im nächsten Jahr stellen. Rawyler zeigte sich zuversichtlich, obwohl die Kriterien strenger geworden sind: «Wir werden die Anforderungen erfüllen», sagte er. Glorios abschneiden werde die Gemeinde aber nicht, fügte er hinzu. Die Stärken der Neuhauser läge in der Art wie die Energie genutzt werde. «Zudem hat die Gemeinde im Budget 2012 30 000 Franken für erneuerbare Energien budgetiert», so der Gemeindepräsident. Die Gemeinde setzt den Naturstrom nicht nur für die öffentliche Beleuchtung ein. Auch in den gemeindeeigenen Liegenschaften wird mit Naturstrom gewirtschaftet. Zudem werden die gemeindeeigenen Liegenschaften kontinuierlich saniert und damit auf einen energieeffizienten Standard gebracht. So hat die Gemeinde unter anderem die Rhyfallhalle saniert sowie die Wände und die Decke mit einer Dämmung verbessert, erklärt Güntert, Leiter Hochbau. Im Alters und Pflegezentrum Rabenfluh wird das Wasser mit der Kraft der Sonne aufgeheizt, nur um hier zwei Beispiele zu nennen. Im Bereich der Strassenbeleuchtung wird die Gemeinde bis Ende 2012 die Quecksilberdampflampen durch Natriumdampflampen ersetzen, erklärt Götz. «Damit werden wir 30 bis 40 Prozent Strom sparen, «und wir werden dieses Ziel erreichen», sagte Götz. Erst später werde die Gemeinde dann die ältesten Natriumdampflampen durch LED-Lampen ersetzen, so Götz, der im Gespräch auch sagt, dass in diesen Energiefragen eng mit dem EKS zusammengearbeitet werde.


