Energiemythos #2

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Sind Elektroautos tatsächlich umweltfreundlicher als Verbrenner? Denn obwohl sie emissionsfrei sind, bleiben Fragen wie die Herkunft des Stroms oder nach der Produktion der Batterien.

 

Elektroautos sind emissionsfrei 


– im ­Betrieb. Doch was ist mit der Herstellung? Dabei entstehen genauso CO2-Emissionen. Die Produktion der Batterie ist sehr energieintensiv und der umweltschädliche Abbau der Rohstoffe Lithium und Kobalt sorgt immer wieder für negative Schlagzeilen. Alles in allem betrachtet sind E-Autos also gar nicht besser für die Umwelt als andere.

 

Unter dem Strich haben E-Autos dennoch eine deutlich bessere Umweltbilanz.

Entscheidend ist dabei, woher der Strom für den Betrieb und die Rohstoffe
für die Herstellung kommen.

Ab etwa 100 000 Kilometer schlägt das Elektroauto den Verbrenner dank seines emissionsfreien Betriebs – sofern es mit erneuerbarem Strom fährt. Dank Wasserkraft und Kernenergie hat die Schweiz einen sehr sauberen Strommix. Die Rohstoffgewinnung liegt hingegen in den Händen der Hersteller – sie ­entscheiden, woher sie Lithium und Kobalt für die Batterieproduktion beziehen. Rohstoffe aus Australien sind umweltfreundlicher als solche aus südameri­kanischen Salzseen oder kongolesischen Minen. Übrigens sind auch Verbrenner auf Kobalt angewiesen – es steckt in Pleuelstangen, Nockenwellen oder in
den Reifen.

Hinzu kommt, dass sich alte Batterien weiterverwenden lassen und sich z. B. für eine Zweitnutzung als stationäre Speicher eignen. Von den Rohstoffen kön-
nen heute im Batterierecycling bis zu 90 % zurückgewonnen und wieder verwertet werden. Vom Erdöl, das in Verbrennungsmotoren verbrannt wird, bleiben hingegen nur Abgase und Feinstaub.

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