…ein Fasnachts-Böögg?

… ein Fasnachts-Böögg?

Vermutlich geht das Wort «Böögg» auf die walisischen Ausdrücke «bwg» (sprich bug) oder «bwgwl» (sprich bugul) zurück. Das eine heisst Geist, das andere Schrecken und daraus scheint sich das schweizerdeutsche «Böögg» entwickelt zu haben.
Die erste Erwähnung geht auf 1417 zurück. In Basel sei diese «neue Gewohnheit aufgekommen» hiess es, «Verkleidete hätten begonnen, ehrbare Leute in ihren Häusern zu überfallen». Es wurden also Verbote erlassen, sich zu verkleiden. In Zürich waren zu der Zeit maskierte Männer in «Sächsilüüte-Böögge»-Kostümen unterwegs, die aber gar nichts mit dem heutigen Anlass zu tun hatten. Die Verkleidung bestand aus einem mit Schneckenhäusern besetzten Gewand.
Der berühmteste Böögg ist natürlich der Zürcher Sechseläuten-Böögg. Dem Winter wird stets im April der Garaus gemacht, indem ein unschuldiger Schneemann in die Luft gejagt wird. Immerhin ist der arme Kerl aus Styropor, so halten sich seine Schmerzen in Grenzen.